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Flashpoint - Das Interview zur Serie (1)

Gepostet von 13thstreet.de

13thstreet.de freut sich, seinen Lesern ein spannendes Interview mit dem Schauspieler Enrico Colantoni bieten zu können. Colantoni spielt in der erfolgreichen kanadischen Cop-Serie "Flashpoint", deren Start in den USA mehr als acht Millionen Menschen verfolgten, Sergant Gregory Parker, den Teamleiter der SRU.

Im Mittelpunkt der Serie steht die Strategic Response Unit (SRU), die immer dann auf den Plan gerufen wird, wenn es um Einsätze geht, welche die regulären Polizeikräfte nicht bewältigen können. Im Gespräch berichtet Colantoni unter anderem über die Vorbereitung auf seine Rolle, die Figur des Sergant Parker und die Dreharbeiten von "Flashpoint" in Kanada.

Das Interview mit "Flashpoint"-Darsteller Enrico Colantoni

Erzählen Sie uns doch ein wenig darüber, wie Sie sich auf Ihre Rolle in Flashpoint vorbereitet haben. Sie spielen in der Serie eine sehr ernsthafte Rolle und die Zuschauer haben bisher von Ihnen einen ganz anderen Eindruck. Mussten Sie ein besonderes Training absolvieren, um sich in die Figur des Sergeant Gregory Parker hineinzufinden?
EC: Mein Bruder ist seit 30 Jahren bei der Polizei von Toronto. Daher kenne ich schon mein ganzes Leben lang ernsthafte Polizisten wie Gregory Parker. Amüsanterweise hat mein Bruder früher immer zu mir gesagt, dass aus mir kein guter Polizist werden würde, weil ich viel zu sensibel bin. Also bin ich Schauspieler geworden, in der Hoffnung eines Tages wenigstens einmal einen Polizisten zu spielen - denn näher würde ich diesem Job im realen Leben ja nicht kommen.

Als ich nun das Skript zu Flashpoint bekam, gab ich es meinem Bruder. Er las es und war begeistert von der Authentizität - vor allem des Pilotfilms. Denn der basiert nicht nur auf Ereignissen, die tatsächlich vor ein paar Jahren in Toronto passiert sind. Mein Bruder erkannte auch in den Protagonisten die Leute wieder, mit denen er über die letzten Jahre seiner Polizeikarriere hinweg gearbeitet hat.
Über die Arbeit bei der Polizei habe ich also schon mein ganzes Leben lang viel mitbekommen. Natürlich haben wir uns auch mit einigen Sondereinsatzkommandos aus Toronto getroffen. Von ihnen haben wir etwas über Waffen und taktische Einsätze gelernt, z.B. wie man ein Haus räumt, Verhandlungen führt und solche Dinge. Alles in allem habe ich mich aber stark auf das Skript und dessen hervorragende Autoren verlassen und in meine Rolle so viel Menschlichkeit wie möglich eingebracht. Und dann musste ich auch noch etwas abnehmen. Die Uniformen sind einfach sehr eng - und als letztes wollte ich meinen Bruder blamieren und einen leicht übergewichtigen Polizisten darstellen...

Gerade die weiblichen Zuschauer finden den engen Schnitt der Uniformen recht ansprechend...
EC: Ach tatsächlich?

Aber ja, ziehen Sie sich bloß nicht um!
EC: Ich nehme an die Uniformen sind eher auf eine militärische Art interessant.

Sie haben also nicht angenommen, dass die Uniform Sie zu einem Sexsymbol machen würde?
EC: Ich nehme an, eine Uniform und ein Waffengürtel können nicht schaden. Man zieht einfach das Kostüm an und die übernimmt dann die Schauspielerei für einen, richtig?

Wie Superman?
EC: Ja genau, wie Superman.

Was sind Ihre Pläne nach Flashpoint? Können wir uns auf neue Projekte freuen?
EC: Wir arbeiten gerade an der zweiten Staffel von Flashpoint. Und nebenher versuche ich auch noch ein wenig Privatleben zu haben. Ich bin Vater, koche gerne und wenn ich nicht gerade arbeite, versuche ich mich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Die Suche nach der nächsten Rolle steht für mich daher momentan nicht an erster Stelle. Aber natürlich muss auch ich arbeiten...
Ich habe in ein paar Filmen mitgespielt, vielleicht kenne Sie sie oder haben den ein oder anderen gesehen. An Arbeit wird es mir nicht mangeln. Jedoch muss ich mich mittlerweile mehr darauf konzentrieren, wie ich meine Zeit verbringe, wenn ich nicht arbeite. Es hat einige Zeit gebraucht, dahin zu kommen, dass ich meinen Lebensunterhalt mit der Schauspielerei bestreiten kann. Jetzt ist dieser Job ein großer Teil meines Lebens und ich muss mehr darauf achten, meine Freizeit zu genießen.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Was macht man denn in Kanada, wo es doch die meiste Zeit im Jahr ziemlich kalt ist?
EC: Wenn ich frei habe, bin ich in Los Angeles, denn meine Kinder wachsen dort auf. Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl, sich nicht eineinhalb Stunden anziehen zu müssen, bevor man ins Freie geht! Das spart einem wirklich viel Zeit und man muss keine Tricks lernen, wie man sich am besten warm hält. Wenn es in L.A. kalt wird, wirft man sich einfach eine leichte Jacke über, so einfach ist das. Außerdem liebe ich es, in Los Angeles spazieren zu gehen. Und im Winter ist man innerhalb einer Stunde in den Bergen. Mein Sohn und ich gehen oft zusammen Snowboarden. Sonntagabend gibt es bei uns traditionell ein Familienessen, was den Italiener in mir glücklich macht. Wir lieben es einfach, unsere Mitmenschen zu bewirten.

Sie spielen in Flashpoint eine sehr interessante Figur. Was mögen Sie an Sergeant  Gregory Parker und was überhaupt nicht?
EC: Ich mag an Sergeant Parker besonders, dass er nicht einer der typischen Polizisten ist, wie wir sie jeden Tag im Fernsehen sehen. Er ist unglaublich großherzig und seine Sorge um das Wohlbefinden der Straftäter inspiriert mich. Er möchte zu diesen Leuten unbedingt einen Zugang finden und schwierige Situationen doch friedlich lösen. Er ist auch ein wunderbarer Teamleiter. Er kümmert sich sehr um sein Team, denn er ist für jeden einzelnen verantwortlich. Aber wenn die Dinge einmal nicht so laufen, wie sie sollten, nimmt er es persönlich. Für Parker ist es wichtiger ein guter Mensch zu sein, als nur ein guter Polizist. Und genau das berührt mich und das mag ich an ihm.

Was ich nicht so an ihm mag, sind eigentlich Dinge, die Anfangs in der ersten Staffel noch ziemlich im Verborgenen bleiben, seine familiäre Situation zum Beispiel. In der zweiten Episode bekommen wir eine leise Ahnung davon, dass Parker eine Vergangenheit hat und dass er in seinem Leben Fehler gemacht hat. Wir erfahren aber nicht viel von ihm, da er die meisten Leute auf Abstand hält. Er gibt nicht viel von seinem Privatleben Preis. Parker zu spielen, macht mir vor allem mit dem Fortschreiten der Staffel immer mehr Spaß. Wir werden mehr darüber erfahren, welche Fehler er in seiner Ehe gemacht hat, dass er nicht immer der perfekte Vater war und noch einiges mehr.

Im zweiten Teil des Interviews mit Enrico Colantoni erfahren Sie unter anderem, was der "Flashpoint"-Star während der Dreharbeiten gelernt hat, wie es zum Titel der Erfolgsserie kam und wie Colantonis Beziehung zu seinen Serienkollegen ist.


Zum zweiten Teil des "Flashpoint"-Interviews >>


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