13TH STREET Universal hatte die Möglichkeit, den Thriller "Verblendung" vor dem offiziellen Kinostart zu sehen. Im Kino wird der Film in Deutschland ab Donnerstag, den 12.Januar 2012, zu sehen sein. "Verblendung" ist das große US-Remake des gleichnamigen Thrillers aus Schweden von 2009, dem der erste Teil der Millenium Bestseller-Trilogie von Stieg Larsson zu Grunde liegt. Regisseur David Fincher ("Fight Club") präsentiert seine Adaption des Stoffes als spannenden, vielschichtigen Thriller mit viel Liebe zum Detail. Trotz einiger sehr heftiger Szenen legt der Regisseur bei der Inszenierung seinen Fokus auf die komplexe Story und die in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Charaktere.

Wie klärt man ein 40 Jahre zurückliegendes Verbrechen auf?
Daniel Craig stellt sich in "Verblendung" als Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist der Herausforderung, das Verbleiben der vor Jahrzehnten verschwundenen Nichte des reichen Industriellen Henrik Vanger (Christopher Plummer) aufzuklären. Vanger ist sich sicher: seine Nichte wurde ermordet und als Täter kommt nur ein Mitglied aus seiner hochgradig gestörten Familie in Frage. Hilfe bekommt Mikael von der ungewöhnlichen Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara), die vom Leben mehrfach herbe Enttäuschungen hinnehmen musste und nicht nur durch ihr punkiges Äußeres, sondern auch durch innere Zerrissenheit und verborgene Wut auffällt. Zusammen geraten Mikael und Lisbeth bei der Aufklärung des Familiengeheimnisses immer tiefer in einen Sumpf aus Verbrechen, Korruption, Perversion und Fanatismus.
Thrillerfans kommen in den insgesamt 158 Minuten voll auf ihre Kosten: die Recherche über eine verschwundene Frau weitet sich schnell zu einer Suche nach einem perversen Serienkiller aus, ein lang gehütetes Familiengeheimnis droht aufgedeckt zu werden und zwei ungleiche Ermittler versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei sticht vor allem die Figur der Lisbeth Salander hervor, einer in jeder Beziehung außergewöhnlichen jungen Frau.
Sie ist anders - in jeglicher Hinsicht
Die Hackerin Lisbeth wird verkörpert von der bisher eher unbekannten Rooney Mara, die für ihre Leistung gerade eine Golden Globe Nominierung einheimsen konnte. Schon im Buch war die Figur der Lisbeth ein Phänomen und umso schwieriger ist es natürlich, bei der Interpretation einer solchen Frau den richtigen Ton zu finden, zumal es mittlerweile neben der Vorstellung jedes Lesers auch den schwedische Originalfilm und die viel gelobte Darstellung von Lisbeth durch Noomi Rapace gibt. Aber auch der Rest der Besetzung kann überzeugen. Neben einem wie immer souveränen Daniel Craig agieren Schauspielgrößen wie Christopher Plummer, Stellan Skarsgard, Robin Wright und Joely Richardson in Nebenrollen.
Unser Fazit: Auch wenn es nach 2 Jahren vielleicht noch etwas früh für ein Hollywood-Remake war: "Verblendung" hat alle Zutaten eines guten Thrillers und ist unser Filmtipp fürs neue Jahr.