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Interview mit Michael Weatherly

Der Bull- Star erzählt, was wir in Staffel 2 zu erwarten haben, warum er sich seiner Serienfigur immer mehr verbunden fühlt, und was eine Rasur über einen Gemütszustand aussagen kann.

Was macht Bull für ein modernes Publikum so interessant?

MW: „Immer wenn ich über Bull spreche und während die Welt um uns herum immer eigenartiger wird, glaube ich, dass die Serie mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Bei Bull geht es darum, zu verstehen, warum Menschen sich so verhalten, wie sie es tun. Wie sie Entscheidungen treffen - ob es um die Wahl eines Präsidenten oder einer Zahnpasta geht. Ob man in einem Gerichtsprozess für schuldig oder unschuldig plädiert. Und Bull ist der Mann, der dieses Verhalten mit einer Kombination aus Empathie und viel Technik vorhersagen kann, während man selbst noch nicht einmal weiß, welchen Weg man einschlagen wird.“

Wie würden Sie den Wandel von Bull am Ende der ersten Staffel beschreiben?

MW: „Ich fühlte mich zu dem Charakter von Dr. Jason Bull hingezogen, da er sehr kontrolliert und bedächtig wirkt und eine Ruhe und Gelassenheit vermittelt. Mir war aber klar, dass dieser Eindruck nur an der Oberfläche kratzt und dass darunter eine paradoxe Welt voller Dämonen und Widersprüche brodelt. Im weiteren Verlauf der Serie werden wir noch entdecken, was das genau bedeutet. Gegen Ende von Staffel 1 haben wir aber schon mal einen Vorgeschmack darauf bekommen, als Bull von J.P. Nunnelly (Anm.: Gaststar Eliza Dushku) so gewaltig aus dem Konzept gebracht wurde, wie er es selbst nicht hat kommen sehen. Aber wie es im wahren Leben auch oft ist: Man kann glauben, alles im Griff zu haben und dann taucht irgendjemand auf und wirft alles über den Haufen. Und das brachte ihn dazu, sich zu rasieren [lacht].“

Was gibt es über Bulls Entwicklung in der ersten Staffel noch zu sagen?

MW: „Wir sind an einem Punkt gestartet, haben von dort viele Drehungen, Wendungen und Sackgassen genommen und dann tauchte Glenn Gordon Caron auf und hat alles nochmal auf den Kopf gestellt. Ich glaube, in der zweiten Staffel geht es richtig ans Eingemachte, die Serie hat gerade erst begonnen.“
 

Können wir große Veränderungen in der zweiten Staffel erwarten?

MW: „Das ist das Großartige am Fernsehen! Bei NCIS wusste ich auch nie, wo wir starten und wo wir enden würden. Wenn man mir zu Beginn der zweiten Staffel gesagt hätte, dass Kate Todd am Ende der zweiten Staffel von Ari auf dem Dach
erschossen wird… Das war eine sehr verstörende Folge! Ich hätte das niemals kommen sehen. Also ich behaupte jetzt nicht, dass etwas so dramatisches und lebensveränderndes in Staffel 2 passieren wird. Und vor allem hoffentlich nicht einem unserer Hauptdarsteller.“

Können Sie noch mehr dazu sagen, was in Staffel 2 zu erwarten ist?

MW: „Es geht damit los, dass Bull mehr auf seine Intuition und seinen Instinkt vertraut und weniger von der Technik und den Gadgets abhängig sein wird, da er meiner Meinung nach gemerkt hat, dass hierauf zu viel Wert gelegt wurde. Nun versucht er, zum echten Kern der Fälle vorzudringen. Aber er wird finanziellem und persönlichem Druck ausgesetzt sein. Und ich denke, dass er ein Pulverfass ist und freue mich schon, ihn explodieren zu sehen.“

Hat Sie Bull einer neuen Fangruppe nähergebracht?

MW: „In den Vereinigten Staaten gibt es eine interessante Differenziertheit zwischen den Zuschauern von „NCIS“ und Bull. Es gibt definitiv eine Schnittmenge, die wir das „Venn-Diagramm“ nennen. Sehen Sie, was ich durch Bull gelernt habe?

Am 08. Februar startet endlich die 2. Staffel, um 21:00 Uhr, nur auf 13th Street! 


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