
Sein Vater ist verzweifelt: Patrick hat keinen Lebenswillen mehr. Zu lange schon wird er von einem künstlichen Herz am Leben erhalten, kein Spenderorgan erweist sich als geeignet. Als endlich ein passende Herz gefunden wird, gibt es jedoch ein Problem: Der Spender lebt noch und ist ein Kindermörder…
Mit der Filmbranche kam Udo Wachtveitl, 1958 in München geboren, schon als Kind über kleine Statistenrollen in Kontakt. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er dann als Gitarrist einer Schülerband. Nach seinem Abitur studierte Wachtveitl einige Semester Jura, nahm aber nebenher Unterricht an einer privaten Schauspielschule. Sein erstes Theater-Engagement nach seinem Abschluss erhielt Wachtveitl am Theater der Jugend in München. Es folgten Engagements am Thalia Theater Hamburg, am Münchner Volkstheater sowie am Theater 44. Seit seiner ersten Filmrolle in „Die Weber“ hat Wachtveitl in über 60 TV-Produktionen mitgewirkt. So war er unter anderem 1982 in „Die Rumpelhanni“, 1984 in der Bierbrauer-Saga „Die Wiesingers“ und 1987 als „Paragraphen Fritzi“ in der Serie „Zur Freiheit“ zu sehen. Bei seinen Fans beliebt ist der Schauspieler besonders durch seine Rolle als Ermittler Franz Leitmeyer im „Tatort“, wo er seit 1991 an der Seite von Miroslav Nemec als Kommissar Ivo Batic gefährliche Übeltäter jagt. Für die „Tatort“-Folge „Kleine Diebe“ wurde Wachtveitl 2001 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Neben seinen „Tatorten“ spielte er in weiteren Fernsehfilmen, wie 1997 einen Kapitän in „Stürmischer Sommer“ und 1998 einen Arzt im Sektendrama „Wie eine Spinne im Netz“. 2003 übernahm er die Rolle eines Schokoladen-Fabrikanten in der TVKomödie „Weihnachten im September“. Ende der 90er Jahre entdeckte Wachtveitl sein Talent im Inszenieren und Schreiben von Drehbüchern. Sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor gab er 1998 mit dem Krimi „Silberdisteln“. Die Gaunergeschichte „Krieger und Liebhaber“ und die Mediensatire „Die Quotensau“, gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern, folgten. Mit der musikalisch untermalten Lesung „Mörderisches Bayern“ tourt Wachtveitl, der immer noch in München lebt, außerdem seit einigen Jahren immer wieder durch den Freistaat.
Der beliebte Krimi-Autor Edgar Noske, geboren 1957, kam über viele Umwege zur Schriftstellerei. Nach dem Abitur widmete er sich eine Zeit lang einem Italienisch-, Geschichtsund Philosophie-Studium, um dann doch auf eine Lehre als Industriekaufmann umzusatteln. Auch hier schien der gebürtige Leverkusener jedoch nicht am Ziel seiner Träume angekommen zu sein, denn nach seiner Ausbildung packte ihn das Fernweh und er machte sich auf den Weg nach Australien und Kanada. Zurück in Deutschland jobbte er als Taxifahrer, Hilfskrankenpfleger, Aushilfskoch und Kellner, war zwischenzeitlich Inhaber eines Herrensausstattungsgeschäfts und arbeitet als Verkäufer für Flutlichtmasten. 1991 beschloss Noske freier Autor und Hausmann zu werden. Sein erster Kriminalroman „Nacht über
Nippes“ erschien 1994 im Emons Verlag, welchem er bis heute treu geblieben ist. Innerhalb der nächsten Jahre konnte Noske zehn weitere Krimis veröffentlichen. Viele seiner Werke sind an deutschen Schauplätzen angesiedelt, wie zum Beispiel die Eifel-Krimis „Bitte ein Mord“ und „Endstation Eifel“, die durch die dichte atmosphärische Beschreibung ihrer Umgebung bestechen. Noskes Kriminalroman „Die Eifel ist kälter als der Tod“ wurde für den „Friedrich- Glauser-Preis 2004“, der renommiertesten Auszeichnung im Genre des deutschsprachigen Krimis, nominiert.
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