
Ein junger Mann sitzt alleine in Kreuzberg in einer Bar. Sein Bier will ihm nicht schmecken und auch sonst fühlt er nicht wohl in seiner Haut. Als zwei junge Frauen die Bar betreten, werden in ihm Erinnerungen wach: An die Nacht, in der alles anders wurde.
Bela B., der mit bürgerlichem Namen Dirk Felsenheimer heißt, wurde 1962 in Berlin-Spandau geboren. Sein Künstlername entstand aus einem Faible für Grusel- und Horror- Stories heraus: Namenspate ist der Dracula-Darsteller Bela Lugosi, für den sich der Musiker schon immer begeistert hat. Noch während der Schulzeit entdeckte Bela B. seine Liebe zum Punk und besorgte sich sein erstes Schlagzeug. 1979 gründete er seine erste Band „Soilent Grün“, die einen legendären Ruf in der Berliner Szene erlangte. Nach deren Auflösung riefen Bela und Jan Vetter alias Farin Urlaub die Band „Die Ärzte“ ins Leben. Mitden „Ärzten“ veröffentlichte der ehemalige Dekorateurslehrling über 20 Alben, darunter 1987 die Alben „Debil“ und „Die Ärzte“. Das letzte Album der „besten Band der Welt“, erschien im September 2003. Doch nicht nur hinter seinem Schlagzeug, sondern auch im Bereich Film und Fernsehen ist Dirk Felsenheimer inzwischen eine bekannte Größe: Nach seinem Kameradebüt mit den Ärzten im Fernsehfilm „Richy Guitar“ (1985) agierte er u.a. in den Kinofilmen „Over the Rainbow“ (1998), „Kaliber Deluxe“ (1999) und in einer Hauptrolle in „Die Edelweißpiraten“ (2003). Mit der Gründung seines eigenen Horror-Comic-Verlags EEE (Extrem Erfolgreich Enterprise) erfüllte sich Bela 1996 einen Kindheitstraum. Der Wahlhamburger leiht seine Stimme darüber hinaus Protagonisten zahlreicher Hörspiele, wie zum Beispiel dem Mephisto der zeitgenössischen Goethe-Verarbeitung „Faust vs. Mephisto“ mit Thomas D. Zurzeit spricht er die Figur des Clay in der MTV-Comic-Serie „Free for all“. Seit 2001 präsentiert er außerdem als Moderator auf dem Sender 13TH STREET im „Horrorskop“ die dunklen Seiten der zwölf Sternzeichen.
Buddy Giovinazzo wurde 1960 auf Staten Island, New York, geboren und wuchs auch dort auf. Er studierte an der City University of New York und arbeitete ab 1985 dort sowie an der School of Visual Arts in Manhattan zehn Jahre lang als Filmdozent. 1986 drehte Giovinazzo mit 25 000 Dollar den Spielfilm „Combat Shock“. Der Film über den Verfall eines Vietnamveteranen mixte drastische Splatterelemente und gnadenlosen Realismus und wurde auch in Deutschland zum Kultfilm. Es folgten Musik-Videos, Kurzfilme, Drehbücher und Kinofilme, so etwa „No Way Home“ (1996) mit Tim Roth und James Russo als kriminelles Brüderpaar und „The Unscarred“ (1999) mit James Russo, Heino Ferch und Ornella Muti. Sein erstes Buch „Cracktown“ veröffentlichte er 1995, es folgten „Poesie der Hölle“ (1996) und „Broken Street“ (1998). Durch die Verfilmung von „No Way Home" (s.o.) kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, für den der Autor Drehbücher zu „Polizeiruf
110“ schreibt. Giovinazzo verfasst außerdem regelmäßig Drehbücher für „Tatort“-Folgen. Giovinazzos letzter Roman "Potsdamer Platz" erschien 2002. US-Top-Regisseur Tony Scott (True Romance, Crimson Tide, Top Gun, Staatsfeind Nr. 1), sicherte sich die Filmrechte an "Potsdamer Platz", Buddy Giovinazzo hat inzwischen das Drehbuch dazu geschrieben. Seit 1998 lebt der Autor und Filmemacher in Berlin.
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