News | 2 Monate

„Gone Baby Gone“ im Killer Kino: Der talentierte Mr. Affleck

Das mit dem Berg und dem Propheten, das lässt sich auch leicht auf die Situation in unseren Kinos ummünzen: Wenn wir nicht (oder nur zaghaft wieder) ins Kino gehen können, dann muss das Kino eben zu uns kommen. Viel zu lange haben wir auf die Adrenalinspritze aus packender Action, Hollywood-Topstars und atemloser Spannung verzichten müssen. Doch dafür sorgt 13th Street für mörderisch gute Stimmung in den eigenen vier Wänden. „Killer Kino“ heißt das Zauberwort. Und es steht für einige der größten Thriller- und Action-Highlights, die Hollywood in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Am 21. April sorgt Ben Affleck mit seinem Regiedebüt „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ für atemlose Spannung und stellt gleichzeitig unter Beweis, dass in ihm mehr steckt als nur ein großartiger Darsteller. Wir haben die vielfältigen Talente von Mr. Affleck für euch einmal genauer unter die Lupe genommen.

News Website Gone Baby Gone Ben Affleck

DER DREHBUCHAUTOR
Noch bevor er deutlich sichtbare Spuren als Darsteller in Hollywood hinterließ, machte der junge Ben Affleck bereits 1997 erstmals als Drehbuchautor auf sich aufmerksam. Für Gus van Sants „Good Will Hunting“ stand er nämlich nicht nur als Jungdarsteller vor der Kamera, zusammen mit seinem Partner in Crime Matt Damon hat er auch das Drehbuch verfasst. Und 1998 auch gleich den Oscar für diese Leistung einstreichen können. Seither hat er die Drehbücher für seine gefeierten eigenen Regiearbeiten selbst erstellt. U. a. für „The Town – Stadt ohne Gnade“ (2010), für „Live By Night“ (2016) und eben für „Gone Baby Gone“, von dessen Qualitäten sich 13th Street-Fans bald im Killer Kino überzeugen können.

DER DARSTELLER
Bereits einige Jahre vor seinem Durchbruch mit „Good Will Hunting“ war Affleck für Richard Linklater im Kultklassiker „Dazed & Confused“ (1993) unterwegs. 1995 begann seine lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit Kevin Smith, für den er u. a. in „Mallrats“ (1995), „Chasing Amy“ (1997), „Dogma“ (1999) und „Jersey Girl“ (2004) vor der Kamera stand. Parallel dazu stieg er zu einem von Hollywoods größten Blockbuster-Garanten auf, der in „Armageddon“ (1998) und „Pearl Harbor“ (2001) die Welt rettete, als „Daredevil“ seine spätere Superheldenkarriere mit der „Justice League“ vorwegnahm und für „Der Anschlag“ (übrigens am 12. Mai ab 21 Uhr ebenfalls im Killer-Kino zu sehen) zum Teil der nun schon sehr langlebigen Jack Ryan-Franchise werden durfte. Klar, dass er auch in seinen eigenen Film-Highlights „The Town“, „Argo“ und eben „Live By Night“ vor der Kamera zu sehen ist.

DER PRODUZENT
Seine ersten Sporen als Produzent verdiente Affleck sich ebenfalls mit Buddy Matt Damon. Gemeinsam hatten die beiden den Filmwettbewerb „Project Greenlight“ ins Leben gerufen, in dessen Kontext u. a. die Komödie „Stolen Summer“ (2002) und der Splatter-Klassiker „The Feast“ (2005) realisiert wurden. Zwischenzeitlich hielt sich Affleck dann vergleichsweise lange zurück. Erst 2012 trat er an der Seite von u. a. George Clooney als Produzengt seines eigenen Filmes „Argo“ in Erscheinung – und konnte mit dem Werk prompt seinen zweiten  Oscar (für den Besten Film) einstreichen.

DER REGISSEUR
„Argo“ war gleichzeitig auch die insgesamt dritte von bislang vier Regiearbeiten Afflecks – sein letzter Film „Live By Night“ kam bereits 2016 in die Kinos. Zuvor hat er 2010 den packenden Reißer „The Town – Stadt ohne Gnade“ inszeniert. Und sein Regiedebüt „Gone Baby Gone“ (2007), mit dem er seinen Bruder Casey Affleck zum Star machte. Als junger Privatdetektiv ermittelt jener hier im Fall eines entführten Mädchens, der weite Kreise auch in Sachen Kindesmissbrauch zieht. An seiner Seite spielen die Hollywood-Topstars Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris und Amy Ryan, die für ihre Nebenrolle für den Oscar und den Golden Globe nominiert war.

Am 21. April ab 21 Uhr könnt ihr euch mit „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ auf 13th Street davon überzeugen, dass in Affleck mehr steckt als nur das Gesicht zahlloser Blockbuster oder der Mann an der Seite von Hollywood-Schönheiten wie Gwyneth Paltrow (1998-2000), Jennifer Lopez (2002-2004), Jennifer Garner (2005-2015) oder jüngst Bond-Girl Ana de Armas. Ein ausgezeichneter Drehbuchautor und Regisseur nämlich, der den Zuschauer spüren lässt, zu welchen Großtaten einen die Liebe zum Kino beflügeln kann. Nicht nur deshalb können wir die Wiedereröffnung der Leinwände kaum erwarten. Und freuen uns um so mehr, dass uns das Killer Kino auch in den kommenden Monaten über die viel zu lange Durststrecke hinweghilft. 

Gone Baby Gone Key 16 9 N O T T Klein