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Joyride – Diese Spritztour ist der Horror

Es gibt Filme, die altern schlecht, manche Filme aber altern gar nicht. Weil sie es zu echten Genreklassikern geschafft haben, die auch noch Jahre nach ihrem ursprünglichen Erscheinen funktionieren und eine Vielzahl von Nachahmern inspiriert haben. Ein solcher Film ist John Dahls „Joyride – Spritztour“, der in diesem Jahr seinen runden 20. Geburtstag feiern darf und nicht nur wegen der viel zu früh von uns gegangenen Filmikone Paul Walker einen neuerlichen Highway-Trip absolut wert ist. Am 29. Januar feiert der Teenhorror-Klassiker über das Duell dreier junger Menschen mit einem gesichtslosen Highway-Killer seine Channel-Premiere auf 13th Street. Wir haben fünf Gründe für Euch, warum ihr Euch mit uns auf diesen Highway To Hell begeben solltet.

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Die Darsteller: Wir haben es eingangs schon erwähnt: Im gleichen Jahr, in dem er erstmals in „The Fast & The Furious“ Gas geben durfte, ist der 2013 viel zu früh von uns gegangene Paul Walker hier schon einmal Probe gefahren. Und sein Auftritt ist nicht der einzige, der „Joyride“ zum Ereignis macht. Neben Jungstar Leelee Sobieski überzeugt hier auch Comedy-Star Steve Zahn als Walkers älterer Bruder und gibt uns nach all der Anspannung immer wieder die dringend benötigte komödiantische Entlastung.

Der Regisseur: John Dahl war bis zu dieser „Spritztour“ für seine Neuerfindung klassischer Noir-Thrillerstoffe bekannt. Ob in „Kill Me Again“ mit Val Kilmer, „Red Rock West“ mit Nicolas Cage und Dennis Hopper, „Die letzte Verführung“ mit Linda Fiorentino und Bill Pullman oder dem Science-Fiction-Thriller „Unforgettable“ mit Ray Liotta: Dahl hat sich früh als Erbe Hitchcocks etabliert und diese Kunst der Spannungserzeugung mit „Joyride“ zur Perfektion gebracht.  Übrigens hat Dahl den Sprung ins Goldene Serienzeitalter für sich genutzt. Mittlerweile trat er als Regisseur für Serienklassiker wie „Californication“, „Justified“, „Dexter“ und „The Good Doctor“ in Erscheinung.

Die Autoren: Manchmal lohnt auch ein Blick auf die Drehbuchautoren, um erahnen zu können, was für Überraschungen einen in einem Film erwarten. Das gilt insbesondere für „Joyride“, bei dem neben „Silicon Valley“-Schöpfer Clay Tarver ein Name ganz besonders ins Auge fällt: Der von J. J. Abrams. Der hat sich noch im gleichen Jahr aufgemacht, mit u. a. „Alias“ (und ab 2004 mit „Lost“) das Fernsehen neu zu erfinden. Und ist Fans auf der ganzen Welt für seine Neuerfindung diverser Blockbuster-Franchises ein Begriff: „Star Trek“, „Mission Impossible“ und natürlich die letzte „Star Wars“-Trilogie.

Die Vorbilder: Alfred Hitchcock und sein mörderisches Suspense-Verständnis haben wir schon erwähnt. Aber Kritiker haben auch noch andere Vorbilder für „Joyride“ ausgemacht: Neben dem Stephen King-Klassiker „Christine“ und seinem Killer-Gefährt sowie dem mit Rutger Hauer selbst zum Klassiker avancierten „Hitcher – Der Highwaykiller“ ist das vor allem Steven Spielbergs Fingerübung „Duell“. Auch hier legt sich ein Fahrer mit einem gesichtslosen Verfolger auf dem Highway an und muss bald um sein Leben fürchten. Übrigens weist auch der im gleichen Jahr erschienene Horrorklassiker „Jeepers Creepers“ eine ganz ähnliche filmische DNA auf.

Das Ende: Seien wir ehrlich: Die besten Horror-Filme sind doch diejenigen, in denen das Grauen gesichts- und formlos bleibt. Und vor allem: In dem es nicht endgültig besiegt erscheint. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, sei immerhin so viel verraten: Die Tatsache, dass es diese „Spritztour“ noch zu zwei Fortsetzungen gebracht hat, zeigt, dass der ominöse „Rusty Nail“ (so heißt der Killer) noch lange nicht fertig ist. Und das „dicke“ Ende von „Joyride“ lässt uns das Schlimmste befürchten…

Rund 20 Jahre, nachdem diese Spritztour auch in die deutschen Kinos geführt hat, könnt ihr „Joyride“ zum ersten Mal in all seiner fiesen Pracht auch auf 13th Street genießen. Los geht’s am 29. Januar um 20:13 Uhr. Anschnallen (und Popcorn) nicht vergessen…