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Nordic By Nature: Darum gehört Verdacht/Mord zu den fünf besten Nordic-Noir Serien

Es ist schon eine besondere Auszeichnung, wenn eine Region einem ganzen Genre den Stempel aufdrücken kann. Unseren nordischen Nachbarn ist es in Literatur, Film und Serie gelungen, auf nahezu der ganzen Welt mit Ermittlern wie Wallander, Kommissarin Lund und Arne Dahl dafür zu sorgen, dass die synonym verwendeten Begriffe des Nordic- bzw. Scandi-Noir für eiskalte, düstere und emotional packende Krimikost aus dem hohen Norden bürgen. Darüber hinaus auch für hohe Einschaltquoten sowie das ein oder andere internationale Remake. Mit der deutschen TV-Premiere der ersten Staffel von „Verdacht/Mord“ trägt nun das nächste skandinavische Serien-Highlight dieses Gütesiegel in die Welt. Natürlich mit dem typisch unterkühlten Look, der das gebeutelte Innenleben der Hauptfiguren auch nach außen trägt. Wir stellen Euch die fünf mörderischsten skandinavischen Thriller-Highlights noch einmal vor. Und sagen Euch, warum das 13th Street-Highlight „Verdacht/Mord“ unbedingt dazugehört.

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Millennium Trilogie
Mit ihr hat es Nordic Noir auf der ganzen Welt zu Berühmtheit gebracht: Lisbeth Salander und die mit ihr assoziierte „Millennium“-Trilogie von Stieg Larsson. Ein unangepasster Journalist und eine traumatisierte Hackerin bekommen es hier mit den düstersten Abgründen menschlichen Handelns zu tun. Und das in insgesamt drei Filmen, die auch international zwischen 2009 und 2010 für Aufsehen (und schließlich abermals US-Remakes) sorgten. Weniger bekannt: Die drei Filme wurden ursprünglich in längeren Fassungen für das Fernsehen produziert. So dass es die „Millennium“-Trilogie bei späterer Ausstrahlung auf insgesamt sechs Teile gebracht hat, die uns noch tiefer in die Abgründe und Figuren eintauchen ließen.

Kommissarin Lund
Was im deutschen Verleihtitel nach klassischer Vorabend-Krimikost klingt, ist in Wahrheit eines der großen europäischen Serienhighlights überhaupt. Von 2007 bis 2012 ermittelte Sofie Gråbøl in der Rolle der titelgebenden dänischen Kommissarin, die es in insgesamt drei Staffeln mit Mord, politischen Intrigen und einem zunehmend chaotischen Privatleben zu tun bekam. Wobei eine Besonderheit der international auch als „The Killing“ berühmt gewordenen Serie in ihren weitverzweigten und sich oft aufeinander beziehenden Handlungssträngen liegt. Überwiegend im besonders tristen November angesiedelt, folgt jede der Staffeln mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. Ein Serien-Highlight, das nicht nur ein denkbar düsteres Ende gefunden hat, sondern mit dem US-Remake (mit Mireille Enos und Joel Kinnaman in den Hauptrollen) auch einen höchst erfolgreichen Nachahmer.

Die Brücke – Transit in den Tod
Zwischen Dänemark und Schweden angesiedelt ist ein weiteres international beachtetes Serien-Phänomen: „Die Brücke – Transit in den Tod“, das es zwischen 2011 und 2018 auf vier Staffeln gebracht hat und von seiner außergewöhnlichen Lage an der Öresundbrücke profitierte. Grausame Mordfälle in dieser Grenzregion machen es nämlich erforderlich, dass schwedische und dänische Ermittler hier zusammenarbeiten müssen. Im Mittelpunkt: Die schwedische Kommissarin Saga Norén (Sofia Helin), die mit ihren fast schon autistischen Zügen selbst eines der großen Rätsel des Serienphänomens ist. Das international übrigens noch erfolgreicher war als „Kommissarin Lund“: Neben zahlreichen europäischen Fernsehpreisen gab es eine wahre Flut an Adaptionen, die sich u. a. auf die Grenzregionen zwischen den USA und Mexiko („The Bridge – America“), England und Frankreich („The Tunnel“) und Deutschland und Österreich („Der Pass“) bezogen haben.

Bordertown
Auch in dieser finnischen Serienproduktion, die es auf bislang drei Staffeln gebracht hat, geht es in Grenzgebiete. Nicht nur geographischer Natur (zwischen Finnland und Russland), sondern auch in Sachen menschlicher Abgründe. Ein dank Asperger-Syndrom außerordentlich befähigter Kommissar zieht mit seiner Familie in die Grenzregion zwischen Finnland und Russland und muss – wie die Ermittlerin aus „Die Brücke“ – mit Kollegen von der anderen Seite zusammenarbeiten, um mehrere erschütternde Kriminalfälle aufzuklären. Wie gut das ist? Nun: Sogar Stephen King hat sich als Fan des finnischen Nordic Noir-Highlights geoutet.

Verdacht/Mord
Mit „Verdacht/Mord“ gesellt sich ab dem 17. Januar ein weiteres ganz großes Highlight zu seinen nordischen Nachbarn. Christoffer Boe, der bereits mit der Jussi Adler-Olsen-Verfilmung „Verachtung“ für Furore gesorgt hat, konfrontiert uns und den im Mittelpunkt stehenden Ermittler Bjørn Rasmussen (Ulrich Thomsen) mit einem besonders erschütternden Fall. Der muss nämlich beim Gerichtsmediziner die Leiche der eigenen Tochter identifizieren. Während offizielle Stellen von einem Selbstmord ausgehen, will der verzweifelte Vater das nicht glauben. Und macht sich auf die Suche nach Antworten, die auch zu ihm selbst führen. Das macht „Verdacht/Mord“ mindestens ebenso düster und spannend, wie die skandinavischen Serienkollegen, hat aber einen weiteren Vorteil: Sie ist mit Ulrich Thomsen („Adams Äpfel“, „James Bond 007: Die Welt ist nicht genug“), Lars Mikkelsen („Kommissarin Lund“, „Sherlock Holmes“) Tryne Dyrholm („Die Erbschaft“) und Nikolaj Lie Kaas (die Jussi Adler-Olsen-Filme) wirklich herausragend besetzt.

Wer wissen will, warum Skandinavien die besseren „Tatorte“ zur Verfügung zu haben scheint, der schaltet am 17. Januar ein, wenn 13th Street die ersten vier Episoden der ersten Staffel von „Verdacht/Mord“ ab 21:00 Uhr am Stück ausstrahlt. Nur eine Woche später gibt es mit den Folgen fünf bis acht dann schon das packende Finale. Das übrigens noch nicht das Ende der neuen Nordic Noir-Perle ist: Eine zweite Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben…

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