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Shane Black: Der Vater des Buddy Movies

Er ist so etwas wie der Vater des knackigen One-Liners und der Patenonkel des modernen Buddy-Movies: Shane Black. Es gibt wohl kaum einen legendären Actioner aus den späten 80ern und frühen 90ern, der nicht seine Handschrift als Drehbuchautor trägt. Angefangen mit dem Mel Gibson- und Danny Glover-Klassiker „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“, mit dem Shane Black ein ganzes Genre quasi mitbegründete. Kein Wunder, dass er in den 1990er-Jahren zu einem der bestbezahlten Drehbuchautoren Hollywoods aufstieg. Und fast schon konsequent, dass er sich nach den damals gefloppten und mittlerweile legendären „Last Action Hero“ (mit Arnold Schwarzenegger) und „Tödliche Weihnachten“ (mit Geena Davis und Samuel L. Jackson) erst einmal zur Ruhe setzte. Seine Renaissance erlebte Shane Black dann ab 2005 auch als Regisseur eigener Stoffe. Die allesamt zum Besten gehören, was großes Franchise- und mörderisches Killer-Kino in den vergangenen Jahrzehnten hervorgebracht haben. Gipfelnd im modernen Buddy-Klassiker „The Nice Guys“, mit dem 13th Street am 7. April ab 21 Uhr seine hochkarätige Killer Kino-Reihe fortsetzt. Zur Einstimmung stellen wir euch hier die wichtigsten Shane Black-Klassiker noch einmal vor.

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Lethal Weapon – Zwei Stahlharte Profis (1987)
Mel Gibson als kaputter Martin Riggs und Danny Glover als dessen korrekter Kollege Robert Murtaugh: Mit diesem Gespann definierte Shane Black als Drehbuchautor das moderne Actionkino neu. Schuld daran: Die Kombination aus schwarzem Humor, genialer Action und knackigen One-Linern, die eine ganze Generation des Actionfilms nachhaltig prägen sollte – und möglicherweise wieder prägen wird: 23 Jahre nach dem vierten Teil der Reihe wird bereits mit einem „Lethal Finale“ geplant.

Last Boy Scout (1991)
Gleich nach seinen „Die Hard“-Erfolgen durfte Bruce Willis an der Seite von Damon Wayans im vielleicht härtesten und besten Buddy-Actioner aller Zeiten wieder coole Sprüche raushauen. „The Last Boy Scout“ wurde ebenfalls von Shane Black verfasst, die Regie führte mit Tony Scott („True Romance“, „Man On Fire“) die nächste Action-Ikone. Zeit also für Shane Black, mal selber das Zepter zu übernehmen? Weit gefehlt. Nach Drehbüchern für „Last Action Hero“ und „Tödliche Weihnachten“ ging es erst einmal in die verdiente kreative Pause.   

Kiss Kiss, Bang Bang (2005)
Nicht nur für Shane Black (als Regisseur und Drehbuchautor), auch für Robert Downey Jr. und Val Kilmer markierte „Kiss Kiss, Bang Bang“ einen fulminanten Karriere-Reboot. Inspiriert von Pulp-Romanen und Klassikern wie „Chinatown“ wird Downey als Schauspieler an der Seite eines homosexuellen Detektivs (Val Kilmer) hier in eine ganze Reihe grausamer Morde verstrickt. Das Ergebnis: Ein Killer-Highlight, das sämtliche Markenzeichen des klassischen Shane Black-Buddy-Movies enthält.

Iron Man 3 (2013)
Nachdem Shane Black ihm den Weg zurück nach Hollywood geebnet hatte, konnte sich Robert Downey Jr. mit einem Megadeal quasi revanchieren: Shane Black durfte Skript und Regie für „Iron Man 3“ übernehmen und schaffte es hier tatsächlich, die Dynamik seines früheren Action-Schaffens auch auf das „Avengers“-Franchise zu übertragen. Wobei der Buddy-Part hier zu gleichen Teilen Jon Favreaus Happy Hogan, Paul Bettanys J.A.R.V.I.S. und Don Cheadles Iron Patriot zugefallen sein dürfte. Kritiker lobten vor allem Shane Blacks Beitrag, der den Film zum Besten der drei „Iron Man“-Filme habe werden lassen.

The Nice Guys (2016)
Mit „The Nice Guys“ mit Russell Crowe und Hollywood-Beau Ryan Gosling trieb Shane Black sein Buddy-Konzept in neue kreative Höhen. Ähnlich wie bei „Kiss Kiss, Bang Bang“ orientierte er sich dabei am Noir Film der 40er Jahre sowie klassischen Pulp-Stoffen und ließ sein Detektivgespann im Pornomilieu ermitteln. Übrigens: Neben Femme Fatale Kim Basinger in einem Cameo zu sehen: „Iron Man“ Robert Downey Jr.!

Keine Frage: Die Filme von Shane Black haben das moderne Action- und Thrillerkino mit ihrer unverkennbaren Handschrift bis heute nachhaltig geprägt. Im Rahmen der Killer Kino-Reihe präsentiert euch 13th Street mit „The Nice Guys“ den vielleicht besten und prototypischsten Film aus der Feder des Drehbuchgenies. Macht Euch auf jede Menge Humor und kaputte Typen gefasst, wenn am 7. April ab 21 Uhr die gar nicht mal so netten Jungs im Los Angeles der 1970er Jahre aufräumen.