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Der „Verdacht/Mord“-Star Ulrich Thomsen

Sein packender Auftritt in der Deutschlandpremiere des Nordic-Noir-Serien-Highlights „Verdacht/Mord“ bei 13th Street ist ein echtes Fest für Fans ganz großer europäischer Schauspielkunst. Denn neben Bond- und Grindelwald-Bösewicht Mads Mikkelsen zählt Ulrich Thomsen wohl zu den bekanntesten Gesichtern der dänischen Film- und Serienszene. Anlässlich seines mörderisch guten Serienauftritts haben wir die Karriere des 1963 geborenen Dänen noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

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Vom Pizzaboten zum Schauspiel-Star: Bei Ulrich Thomsen hat der Weg tatsächlich vom Hollywood-Hot-Spot Beverly Hills aus auf die dänischen Bretter geführt, die die Welt und eine spätere Filmkarriere bedeuteten. Nach seinem Gymnasialabschluss war Ulrich Thomsen nämlich u. a. als Pizzabote in der Film-Hochburg bei Los Angeles tätig, bevor er nach seinem Abschluss an der Staatlichen Theaterschule Kopenhagen in zahlreichen Bühnenstücken zu sehen war. Sein erstes Ausrufezeichen im Film setzte er dann mit einer Nebenrolle in Ole Bornedals Kult-Thriller „Nightwatch – Nachtwache“, auf die viel beachtete Auftritte bei Dänemarks Regie-Adel Susanne Bier und Thomas Vinterberg folgten. Mit letzterem feierten Thomsen 1998 schließlich seinen internationalen Durchbruch dank der Hauptrolle in dem Film „Das Fest“, der im selben Jahr den Jurypreis in Cannes gewinnen konnte.

Was folgte, war eine beispiellose internationale Karriere, in deren Verlauf er durch die formenden Hände zahlreicher Regie-Ikonen zu dem wurde, was er heute ist: Einer der wenigen europäischen Stars von Weltrang. Sei es in „James Bond 007: Die Welt ist nicht genug“ (1999) als schurkischer Bösewicht, unter Oscarpreisträgerin Kathryn Bigelow in „Das Gewicht des Wassers“ (2000), mit „Alien“-Ikone Ridley Scott in „Königreich der Himmel“ (2005) oder unserem Hollywood-Export Tom Tykwer an der Seite von Clive Owen und Naomi Watts in „The International“ (2009): Ulrich Thomsen gehört zu den Gesichtern, die man auch in ganz großen Blockbustern immer wiedererkennt, die aber den Bezug zu ihrer Heimat nicht verloren haben.

Siehe auch seine zahlreichen Engagements in dänischen Kultfilmen wie „Adams Äpfel“ (2005) und sogar – Ulrich Thomsen spricht auch fließend Deutsch -  in deutschen Produktionen wie „Bella Martha“ (mit Martina Gedeck) und „Gut gegen Nordwind“ (mit Nora Tschirner). Nach längeren Auftritten in Serienhighlights wie „Banshee“, „The Blacklist“ und „The New Pope“ markiert „Verdacht/Mord“ nun trotzdem das erste Mal, dass der 57-jährige Schauspieler eine Serien-Hauptrolle übernehmen durfte. Und die verlangt dem dänischen Schauspiel-Star wirklich alles ab. Der von ihm gespielte Ermittler Bjørn Rasmussen wird mit dem konfrontiert, was für Eltern das vielleicht schlimmste Ereignis überhaupt ist: Dem Tod der eigenen Tochter (übrigens gespielt von Ulrich Thomsens echter Tochter Alma Ekehed Thomsen), die Selbstmord begangen haben soll. Die Suche nach Antworten und einem Grund für ihr Ableben lässt Rasmussen nicht nur auf ein Netz aus Lügen und Intrigen stoßen, sondern auch auf die Frage, wie viel Verantwortung er selbst für ihren Tod tragen könnte. Und das führt zu einer Leistung, die dem Darsteller eine (von insgesamt vier) Nominierungen für den dänischen Filmpreis eingebracht hat.

Vollkommen zu Recht, wie wir finden. Und wie ihr ab dem 17. Januar auf 13th Street verfolgen könnt. Dann gibt es ab 21:00 Uhr die ersten vier Episoden der ersten Staffel von „Verdacht/Mord“ am Stück und als deutsche TV-Premiere zu sehen. Übrigens: Die vier Folgen umfassende Auflösung folgt schon eine Woche später. Verbunden mit einem Versprechen: Die dänische Krimi-Delikatesse geht in eine nächste Runde!

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